Atlas Trucks (Ultralight) im Test

Atlas Trucks verspricht mit ihrer Forged Technologie eine präzise Achse zum schmalen Taler. Ist die Achse wirklich ein Präzisionsachse oder doch nur ein Hype? Wir sind dem ganzen auf dem Grund gegangen.

Erstmal die Fakten:

Die Achse ist 180mm breit, erhältlich in 48° und 40° und ist aus hochwertigen T6 Alu geschmiedet (forged). Ein massiver Ball Pivot, welcher CNC gefräst wird rundet das ganze Paket wortwörtlich ab. Neu bei Atlas ist, dass nun der Achsstift nur noch 8 statt 10mm hat, dadurch wird die Achse etwas leichter.

Atlas Trucks

Der Bushingseat:

Der Bushingseat ist tief, verhindert dadurch den seitlich Slop, ist aber nicht zu tief um die Achse restriktiv zu machen – Daumen hoch!

Atlas Trucks Bushing Seat

Pivot:

Der CNC gefräste Ball Pivot bietet folgende Vorteile: mehr Oberfläche – also mehr Kontakt zum Pivot Cup was für einen smootheren Lean sorgt. Weiterer Vorteil ist, dass der Hanger geflippt werden kann, somit verringert man den Winkel der Achse um -3°, herkömmliche Pivots würden hier verklemmen, der Ball Pivot gleicht dies wunderbar aus – tolle Idee!!

Kleiner Geheimtipp: Wer wirklich das beste aus seiner Achse rausholen will, der sollte die Standard Cups tauschen und durch etwas namhaftes ersetzen: Riot, Riptide, etc.

Atlas Trucks Pivot

Der Achsstift:

Sauber verarbeitet und schön anzusehen, aber hier ist der Fortschritt für mich doch eher ein Rückschritt. Anstatt dem alten massiven 10mm der auf 8mm runtergefräst wurde ist nun ein durchgängiger 8mm Achsstift in der Achse. Diese Neuerung nennt Atlas Ultralight, naja– utlraleicht ist für mich schon etwas anderes aber mit dem 10mm Stift hob sich die Achse stark von der Konkurrenz ab, denn das machte die Achse extrem haltbar. Denn der 8mm Stift und das schmalere Design kann gar nicht so viel Kraft aufnehmen wie der Vorgänger. Aber das ist wohl ein Problem, das nur schwerere Fahrer betrifft die mit der Achse wirklich viel Unfug anstellen wollen, der Otto-Normal-Verbraucher wird sich wohl über das gesparte Gewicht erfreuen wenn er sein Setup den Hügel rauf trägt.

Atlas Trucks

Fazit der Atlas Trucks:

Schöne preiswerte Achse mit schönen Details wie dem CNC Ball Pivot und dem sauber gefrästen Achsstift. Die forged Technologie macht die Achse zwar schwer und massiv, dafür sehr haltbar bezüglich Verbiegen etc. Von einer Präzisionsachse zu reden wäre dann aber doch zu viel. Bei unseren Testfahrten hies es dann „beinahe eine Precision“. Wir geben für jeden Freerider, der mal was neues testen will und eine solide Achse sucht, auf jeden Fall eine Kaufempfehlung ab, ein Downhill Racer sollte sich dann doch lieber um eine richtige CNC Achse umsehen.

 

Innsbruck, Österreich. Ein Skater, eine Leidenschaft ein Weg. Quirin Ilmer, genannt Qui fährt mit seinen 22 Jahren Downhill, Pool, slidet, ist am dancen, er skatet so ziemlich alles was zwei Achsen und vier Rollen hat. Qui kommt aus dem feinen Innsbruck, Tirol, welches weltweit bekannt ist für seine Berge, ganz im Gegensatz zur Weltsportart Skaten dort. Bis zu seinem 20. War er Vizemeister im Snowboard Parallelslalom, feierte seine ersten Internationalen Erfolge und startete danach mit dem Skaten. Begeistert vom Spirit of Longboarding gründete er die Longboard Community Innsbruck und mit X-Sports IBK den ersten Longboard Verein in Westösterreich. Gesponsert von DieBoerse.at und mit viel Elan widmet er sich nun der Longboardszene und rolligebrettl.de ganz nach dem Motto: „Einfach laufen lassen, weil that’s how we roll in Tirol.“

3 Comments

  1. Fabian said:

    Hab die Achsen nun auch seit längerem im Test bezüglich Freestyle und Dance. Mein Fazit lautet wie folgt:

    Es ist an sich eine sehr schöne Achse, vom Gewicht her etwas schwerer als die herkömmlichen Achsen wie Randal, Bolzen oder Bear, für’s Dancen einen sehr angenehmen Lean. Ich mit meinen etwas über 90kg habe nach einigen Ollies bereits an der hinteren Achse ein leichtes Biegen feststellen müssen, von der Haltbarkeit bezüglich dem Verbiegen glänzt sie nicht gegenüber anderen Achsen. Die Bushings sollte man unbedingt austauschen, wenn man nicht grade ein Board mit großen Cutouts, sondern Fullshape fährt und größere Rollen als 60-65mm an seinem Board ohne großartiges gerisere haben will.

    Die stabile Mitte der Achse und doch diese verspielte Art machen sie auch beim Dancen und Freestylen zu einer sehr angenehm zu fahrenden Achse, jedoch muss man nicht damit rechnen, dass sie länger hält als z.B. eine Randal oder Bolzen. Generell kann aber auch ich eine Kaufempfehlung geben, wenn man nicht grade besonders hohe Sprünge oder tiefe Drops vor hat oder das Setup generell schon recht schwer ausfällt durch massives Brett und große Rollen.

    Allerdings war ich bisher immer der festen Überzeugung, dass die Gradzahl von der Baseplate bzw. dem Kingpin abhängig ist, oder wird die neuerdings durch die Linie von Pivot zu Achsstift gemessen? Die Achse hat einen Rake, es sollte eigentlich von positivem und negativem Rake gesprochen werden. Die Aufschrift dabei ist etwas irreführend in meinen Augen. Ansonsten, wenn ich mit der Annahme falsch liege, sollten Achs-Hersteller wie Randal, Sabre und Bear ihre Datenblätter nochmal überarbeiten.

  2. Jackson said:

    It is a really good post with awesome quality pics. All the topics describe in detail. Would you please tell me what is the best manufacturing material fo bushing.

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