Board Review: Lombard V3

Bareknuckle Lombard V3

Bareknuckle Longboards hat aus verschiedensten Rider-Meinungen einen schnellen Dancer gebaut, die dritte Version des Lombard’s!

Technische Daten

Länge: 111 cm
Breite: 24 cm
Wheelbase: 76 cm
Concave: 1 cm
Gewicht: 1980 g
Konstruktion: 3 Lagen einheimische Esche, Massivholz Lamellen mit versetzten Leimfugen, Glasfaser, Topsheets aus Kernahorn
Features: Gelasertes Griptape, Mooreiche als Globus Intarsie

Lombard V3

Das Lombard Global Meltdown ist mit 111 cm etwas kürzer als die gängigen Dancer 2014. Die Kicks wurden im Gegensatz zum Vorgänger (V2) länger und höher gezogen. Den Chamber von dem Lombard V2 ist derweil nicht mehr verbaut, das Lombard V3 orientiert sich minimal Richtung Asphalt. Neben den Kicks, wurde aber auch die Concave ausgearbeitet und ebenfalls höher gezogen.

Kürzer, stiffer, ohne Chamber und eine wesentlich aggressivere Concave. Für Bareknuckle Fans sollte erwähnt werden, das Lombard V2, fährt sich nicht im geringsten wie das V3, sportlicher!

Fahrgefühl Lombard V3


Beginnend mit dem Shape ist es beim Lombard V3 vollends funktional. Stichwort: Kicks und Concave. Die Kicks sind länger und vor allem höher gezogen und geben Euch einen wirklich geilen Pop und ermöglichen Euch ausgefallene Tricks in verschiedensten Variationen. In Verbindung mit der wesentlich aggressiveren Concave  reagiert das Brett schnell auf Eure Steps und gibt Euch einen super Halt bei Tanzschritten und riskanten Fahrmanövern. Die Jungs von Bareknuckle Longboards haben aber sicherlich nicht nur an die reinen Dancer unter Euch gedacht, sondern auch Ihre und Eure Leidenschaft für das Freeriden mit eingebracht. Dadurch, dass der Dancer sehr stiff ist könnt Ihr mit dem Lombard V3 auch sehr nice Freeriden, denn durch die Breite von 24 cm und der Concave (1 cm) könnt Ihr extreme Fahrmanöver reißen. Die Länge von 111 cm stellt damit einen guten Mittelweg zwischen geschmeidigem Freeriden und progressiven Dancen da, fördert aber nicht zu vergessen auch den Freestyle-Sinn.

Bareknuckle Lombard V3

 

Progessives Dancen? Jop, mittlerweile werden beim Dancen immer mehr Flips mit eingebaut, ob sich das Longboard dabei unter den Füßen, oder oberhalb der Hüfte rotiert, variiert (gern werden auch die Hände zu Hilfe genommen). Durch die zarte Länge von 111 cm lässt sich das Lombard V3 einfacher rotieren und flippen. Da ich selber nur irgendetwas knapp über 1,70 m messe, kommt mir die Länge nur zu Gute, denn ich kriege es leichter hoch.  Auf der anderen Seite, büßt Ihr Zentimeter an Tanzfläche ein.  A-pro-po nutzbare Fläche auf dem Brett. Die leichten, aber langen „Cutouts“ (es sind keine) bieten über den Achsenbereich immer noch genug Breite an, um nicht gleich auf den Wheels zu stehen Die leichten Wheelwells erledigen den Rest und nehmen jegliche Angst vor Wheelbites und somit stehen tiefe Turns und Slides frei zum shreddern.

Fazit Lombard Global Meltdown

Als erstes sollte erwähnt werden, dass das Lombard V3 zur vorherigen Version einen riesigen funktionalen Schritt gemacht hat. Glich die ältere Variante eher einem Dancer / Cruiser (vom Fahrverhalten), so gleicht das Lombard V3 wesentlich mehr einem Dancer / Freerider Richtung Freestyle Board.

Das Lombard V3 fährt sich durch seine Stiffnes ruhig und sehr solide. Im Laufe der Tests hat sich weder der Flex, noch sonst irgendwie das Fahrverhalten verändert und erfüllte immer Treu und konstant seine Pflicht. Das Lombard V3 spiegelt hier gut seine einwandfreie (und schöne) Verarbeitung auch in der Haltbarkeit wieder. Wenig bis gar kein Flex, aggressive Concave und große Kicks machen es leichter Tricks aus dem Skateboarden mit einzubauen. Die Länge von 111 cm kommt Euch dabei zu Gute, auch bei Handflips, da es leichter zu handeln ist. Aber auch die erwähnten Freeride Eigenschaften möchte ich nicht unerwähnt lassen, da sich ein Ride definitiv lohnt.

Das Lombard V3 – ein freeridebarer Dancer mit etwas weniger Fläche zum Dancen, aber dafür ein leichteres Handling für nicht ganz so großgewachsene und Rider mit Freestyle Neigungen.

Björn ist 28 Jahre alt und hat Musik- und Medienmanagement, sowie Journalism and Visual Media studiert. Er kam vor Jahren zwecks Studiums aus Oldenburg nach Berlin, studierte zwischendrin ein Jahr in Dublin und kam seither nicht mehr von der Hauptstadt los. Vom Skaten und Snowboarden angetrieben, entwickelte sich schnell eine Leidenschaft zum Longboarden und die Idee zu rolligebrettl nahm Gestalt an und ging im Sommer 2012 online.

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