Board Review: Pindopp

Pindopp AsphaltNomaden

Der Dancer von unseren Freunden von Asphaltnomaden verzichtet als erstes Brett ihrer Kollektion vollständig auf Glasfaser – und es hält, oder?

Technische Daten
Läng: 118 cm
Breite: 24 cm
Wheelbase: 76 – 80 cm
Concave: 1,2 cm radial (im Achsenbereich)
Gewicht: 2600 g
Kicks: Asymetrische Nose- und Tail
Konstruktion: Olive-Esche mit bidiagonalem Carbon-Gelege

Der, die, das Pindopp verzichtet aber nicht umsonst auf die bewährte Glasfaser, denn trotz den beachtlichen 118 cm ist der Dancer recht „leicht“. Wie das funktioniert? Durch bidiagonales Carbongelege – mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die Jungs von Asphaltnomaden kommen bei ihrem Dancer aber gleich mit zwei Überraschungen daher. Zum einen besitzt das Pindopp keine Concave und zum anderem ist es auf den jeweiligen Standfuss ausgerichtet. Wie ihr im Video und auf den Bildern erkennt, ist je eine Seite bei Nose/Tail länger. Dieses spezielle Shape (ihr seht ein Regular Board), soll dadurch unterstützend wirken. Damit es auch zu keinen Wheelbites kommt sind auch hier Wheelwells verarbeitet und zudem die Möglichkeit die Wheelbase anzupassen. Das sauber geschnittene Griptape ist einem Laser zu verdanken, daher sieht es auch so geleckt aus – Hut ab. Ok, hinzu kommt das die Oberseite noch Epoxi versiegelt um gerade im Mittelbereich bei vielen Pirouetten und sonstigen Steps die Haltbarkeit zu gewährleisten, zum Schluss wird das gesamte Pindopp noch einmal mit Öl bearbeitet.

Fahrverhalten Pindopp

Das Pindopp überrascht wirklich, nicht nur wegen den Kicks. Denn die fehlende Concave im mittleren Bereich fühlt sich nach Testfahrten mit beispielsweise dem Satyr oder der Black Pearl nicht nur flach an, sondern sogar rundlich (wie eine negative Concave). Über den Achsen ist die Concave hingegen mit 1,2 cm ausgeprägt und gibt euch beim Dancen eine Orientierung, wo ihr euch gerade auf dem Pindopp befindet und gibt Halt bei Spielereien. Unser Pindopp hat einen etwas weicheren Flex, weniger snappig vom Gefühl, sondern eher nachgebebend und wenig aggressiv.Pindopp

Die Kicks, das Alleinstellungsmerkmal des Pindopp’s. Durch die asymmetrischen Kicks fühlt euer Fuss sich vor allem bei Manuals und wenn ihr euer Longboard (hoch) poppt pudelwohl, aber auch wenn ihr Goofy fahrt und beispielsweise ein Regular Pindopp nutzt lässt es sich ganz nice fahren. Poppt ihr das Longboard hoch oder wollt ihr es auf den Kicks sich drehen lassen hat es seine Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite könnt ihr euch immer gewiss sein, in welche Richtung das Brett hochkommt (was wirklich ganz nice ist), auf der anderen Seite schlingert es beim drehen (Beispiel mit normalen Kicks) auf den Kicks.

In dem Pindopp wurde keine Glasfaserschicht mit verbaut, welches natürlich über die Haltbarkeit spekulieren lässt. Mein Gefühl auf dem Pindopp – es bricht über kurz oder lang. Die Realität sieht jedoch anders aus. Auch nach wildem Testen ließ sich kein Strukturbruch erahnen und das Vertrauen in die Belastbarkeit des Pindopp’s stieg über die Testdauer. Einzig die Wheelwells jammerten unter der Belastung und den Aufschlägen.

Fazit

Wer es experimentell mag, wird sich in das Pindopp von den Asphaltnomaden verlieben. Der Dancer stellt zu seinen Konkurrenten auf den Markt eine wirkliche Abwechslung da, die sich entspannt dancen und cruisen lässt. Die fehlende Concave im mittleren Bereich ist ideal für Anfänger und Fortgeschrittene und gerade beim Cruisen sehr angenehm. Geht es ins Eingemachte wäre ein wenig Concave, um richtig auf – in die Kanten zu treten wünschenswert.

Die Verarbeitung von dem Pindopp weißt keine Mängel auf  und die Ashpaltnomaden Crew hat sich auch bei ihrem gelasertem Griptape einige Gedanken gemacht mit dem sie punkten können. Einzig die Kanten an den Wheelflares, sind wie bei so vielen anderen Boards auch hier, eine kleine Schwäche.

Ein schöner Dancer für Anfänger und Fortgeschrittene, die es weniger progressiv mögen und es geschmeidig angehen. Die asymmetrischen Kicks sind eine Nummer für sich die reine Geschmackssache ist, die ihr aber unbedingt mal ausprobiert solltet sobald ihr ein Pindopp sichtet.

 

Die asymmetrischen Kicks – krasser Scheiß – was sagt ihr dazu?

Geiler Scheiß! Oder doch nur unnützer Blödsinn?

Eure Meinung interessiert, schreibt sie einfach unten in die Kommentare.

Björn ist 28 Jahre alt und hat Musik- und Medienmanagement, sowie Journalism and Visual Media studiert. Er kam vor Jahren zwecks Studiums aus Oldenburg nach Berlin, studierte zwischendrin ein Jahr in Dublin und kam seither nicht mehr von der Hauptstadt los. Vom Skaten und Snowboarden angetrieben, entwickelte sich schnell eine Leidenschaft zum Longboarden und die Idee zu rolligebrettl nahm Gestalt an und ging im Sommer 2012 online.

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