„darf ich vorstellen“ – Merge Longboards

Einer ist immer der Erste: Sei es derjenige, der beim nächsten Downhillrennen als Erster die Ziellinie überqueren wird oder derjenige der demnächst den längsten europäischen Standy hinlegt.

Merge - I'm a longboard

Merge – I’m a longboard

In unserem Falle, sind Merge Longboards die Ersten, die wir euch in unserer neuen Rubrik im Jahr 2014 „darf ich vorstellen“ präsentieren dürfen.

Merge Longboards sind, wie sie selbst sagen „eine kleine aber feine Longboardschmiede aus dem Herzen OWLs, Gütersloh“ (Nordrhein-Westfalen). Edwin, der Gründer, Boardpresser, Marketingchef und Teamfahrerbetreuer von Merge reiste im Jahre 2007 durch die USA. Dabei machte er die ersten Bekanntschaften mit den langen Brettern – auf dem Skateboard, dem Surfboard oder dem Snowboard steht er bereits viele Jahre. Durch die Affinität zu Brettern und der Fortbewegungsmöglichkeit mit diesen war es für ihn nach einem weiteren Besuch in Kalifornien soweit, dass er sich an das Projekt Longboard wagte und beschloss selbst seine eigenen Bretter zu bauen.

Mit verschiedenen Materialien weiß Edwin sehr gut umzugehen, er selbst kommt ursprünglich aus der Fahrradhelmentwicklung, doch die ersten Pressversuche scheiterten kläglich, wie er selbst mit leichtem Sarkasmus von der Probezeit spricht: „Die ersten Versuche waren die wahrscheinlich kurzlebigsten Longboards, die bis dahin je das Licht der Erde erblickt haben.“ Nach einer 1,5 jährigen Entwicklungszeit und wohl sehr, sehr viel Erfahrung später, konnten die ersten serienreifen Boards aus der Presse geholt werden. Alle Bretter werden seit dem Jahr 2012 in Gütersloh per Handarbeit (mit CNC Unterstützung) und viel Liebe produziert.

Intasien bei Merge - feinste Handwerkskunst

Intasien bei Merge – feinste Handwerkskunst

Nach den gescheiterten Versuchen mit Birken-Multiplex und GFK-Laminaten ist die Herstellung nun viel zeitgemäßer dem Longboardbau angepasst. Edwin verwendet hierfür drei Hauptkomponenten: Bambusfurnier, triaxiales Glasfasergelege und Epoxidharz – dabei ist hervorzuheben, dass er wert auf unsere Umwelt legt: Glasfaser sowie Harz kommt aus Deutschland, die Bambusfurniere werden in China aus nachhaltigem Anbau produziert.

Nach dem die ersten Ideen zwar aus Amerika kamen, inspiriert sich Merge vor allem an den deutschen Herstellern und ist auf die Entwicklung in Deutschland sehr stolz: „Die Deutschen haben den Sport zwar nicht erfunden, aber die besten Boards kommen ganz klar aus Deutschland! In Deutschland sind die Bretter aus Gütersloh zur Zeit nur in ausgewählten Shops erhältlich (zum Beispiel im ConcreteWaveShop in Köln, im Subvert oder Mantis in Hamburg). Im Laufe dieses Jahres wird noch der Merge-Onlinshop online gehen und ab dann sind die Bretter sogar weltweit erhältlich.

das enlance

das enlance

Bisher konnte man zwei Shapes – Symbiosis (Freeride/Cruising) oder Enlance (Pumping) – bei Merge fahren. Auf der ISPO 2014 wird der Vorhang fallen und zwei neue Shapes werden präsentiert, ebenso ein spezieller Skatehelm – das Spezialgebiet!

Man darf ja gespannt sein, was in Sachen Shapes kommen wird. Leichte Spekulationen gibt es bereits, da die momentan acht Merge-Teamfahrer zum größten Teil aus dem Freeride kommen. Drei der acht Fahrer sind „waschechte“ Downhiller und erst vor kurzem zum Merge-Team übergegangen. Doch neben all den „Disziplin-Wurstelein“ steht für Merge eines fest: „Change your habits, ride a longboard!“, denn die Wurzeln kommen aus dem „Commuting“, sprich der Fortbewegung und der Lebenseinstellung zum Longboard, von der Merge jeden Tag begleitet wird.


 

Markus Knoblechner

Er fotgrafiert, er schreibt, er skatet - am liebsten verbindet er alles miteinander. Die Rede ist von Markus Knoblechner, 26 Jahre und aus Salzburg, Sportjournalist Student, seit 2011 am Rollbrett unterwegs und seit 2013 sucht er den Kick beim Freeriden und Downhill. Neben rolligebrettl arbeitet und bastelt er an seinem eigenen Salzburger Longboard Blog und widmet seiner Zeit der Aktionsportfotographie. Ein cooler Typ, der vor Motivation nur so sprüht, wir freuen uns daher Markus mit an Board zu haben.

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