Das Broadway Bomb Wochenende

Broadway Bomb 2014

Wie jedes Jahr freuen sich die New Yorker Skater auf das eine wichtige Wochenende, oft auch als Slogan in Skateshops: No Sleep until the Bomb. Es geht um das Broadway Bomb Wochenende, das über den 18.Oktober stattfand.

Broadway Bomb in Manhatten

Hier ein paar Fakten: 2002 fingen ein paar Freunde an, den Broadway in Manhattan hinunter zu skaten, angefangen auf der 116. Straße bis zum Charging Bull, das Wahrzeichen des Financial Districts in Downtown. Seitdem hat das Rennen für viel Aufsehen gesorgt, hunderte, gar tausende kamen bisher zu diesem einmaligen Event. Es ist ein illegales Rennen, die Polizei hat beispielsweise 2013 versucht die Skater mit Netzen einzufangen, jedoch erfolglos. Knapp 13 km, 150 Kreuzungen und rote Ampeln die überquert werden wollen. Taxifahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer, die überholt oder gestoppt werden. Adrenalin pur!

Broadway Bomb

Angefangen hat es dieses Jahr am Freitag Abend mit einem Potluck Picknick und Pizza Party, organisiert vom Longboardshop Uncle Funky’s. Es war ein kleines Get-Together von ca. 50 Leuten, um die Skater für den Broadway Bomb einzustimmen. Das kleine Event fand entlang des Hudson Rivers statt, dementsprechend war es ein wenig frisch mit dem Oktoberwind. Wir blieben nicht lange, taten uns zusammen mit einer Gruppe von Skatern und sind quer durch Manhattan geskatet. Von der East zur Westside, mit einem kleinen Zwischenstop im Longboard Loft NYC und weiter über die berühmte Williamsburg Bridge, ein Muss für jeden Skater in New York! Die Skatetour durch Manhattan und Brooklyn endete dann in einer Hausparty.

Broadway Bomb

Am Samstag Morgen ging es dann los. BROADWAY BOMB! Ich entschied mich nicht die ganzen 12 km mitzufahren, stattdessen im letzten Viertel zu warten, von den ersten Skatern Bilder zu schießen und sobald ich die erste große Gruppe von Skatern sah, stieg ich auf mein Board und skatete gleich mit. Es war wahnsinnig aufregend! Bei Tag den Verkehr von Manhattan komplett aufzuhalten. Fußgänger zückten an den Straßenrändern ihre Smartphones und es war einfach ein großartiges Lebensgefühl. Mehr und mehr Adrenalin, mehr und mehr Endorphine, mehr und mehr Skater! Obwohl meine Beine nach dem vorigen Abend schlapp machten, war das Motto hier: Push Push Push! Get Rad or Get Lost! Das Ziel war der goldene Bulle im Financial District. Nachdem alle nacheinander eingetroffen waren, sind wir zum East River Park gecruist um dort die Gewinner zu ehren. Kiefer Dixon und Claudia Clase machten den ersten Platz und Ian Nichols überreichte die verdienten Decks.

Broadway Bomb

Ich habe mit den Locals gesprochen und alle waren sich einig, obwohl es Komplikationen unter den Gründern Nichols und Soladay gab, (es fand nämlich tatsächlich ein Fake Broadway Bomb statt), kehrte der Broadway Bomb dieses Jahr wieder zurück zu seinen Wurzeln. Dabei geht es nicht hauptsächlich um das Rennen, vielmehr um das Gefühl und die Gemeinschaft. Keine Polizei, keine Netze, keine Verletzungen. In einem kleineren Rahmen (200-300 Skater) fanden sich alle zusammen um den Broadway zu bomben und einfach nur Spaß zu haben!

Am Sonntag Morgen gab es eine kleine Style Session von Uncle Funky’s Longboardshop und eine Slide Jam für alle, die danach kamen. Gegen Mittag endete das Broadway Bomb Wochenende mit einer Schnitzeljagd quer durch Manhattan, organisiert von Sector 9. Hoffentlich findet das auch wieder nächstes Jahr statt, weil es ein schöner Abschluss für das unglaubliche Wochenende war. Für alle Skater, die nun Lust darauf bekommen haben: Fangt jetzt schon mal an zu trainieren, oder besser gesagt zu pushen, merkt euch den dritten Samstag im Oktober vor, bucht den Flug nach New York und unterschätzt die Taxifahrer nicht!

Hier geht es zu allen Bildern und einem persönlichen Post von Huyen auf Gold to green.

Broadway Bomb Weekend

Thi Minh Huyen Nguyen

Geboren und aufgewachsen in der schönen Pfalz, hat Huyen vor einem Jahr das Longboarden und die Skateszene für sich entdeckt. Sie ist 21, studiert Medien-und Kommunikationswissenschaften, betreibt ihren eigenen Lifestyle Blog Gold to Green und ist aktives Mitglied bei Off Color, einem kreativen Kollektiv und urbanen Magazin. Ansonsten bereist sie die Welt um sich immer wieder neu inspirieren zu lassen, sei es durchs Skaten, Hiken, Laufen, oder Yoga.

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