ISPO 2014 Review

Olson & Hekmati - immer ein Blick wert.

Ende Januar 2014 fand mal wieder die ISPO Munich statt und abertausende Trendsportbegeisterte machten sich auf, um sich zu präsentieren und ihre Unternehmen zu pushen. Dieses Jahr waren wir mit dem gesamten rolligebrettl.de Team vor Ort. Wir unterhielten uns prächtig mit den Leuten auf der Embassy, skateten durch die Gänge und den Pumptrack und genossen das ein oder anderen Hopfen-Malz-Wasser. Ein Review von Björn.

Die Longboard Embassy

ISPO Aufbau Bärchen und SeppDie Ersten von uns reisten schon am 23. Januar zur ISPO 2014 an, um der 40Inch beim Aufbau der Longboard Embassy unter die Arme zu greifen. Zu diesem Zeitpunkt hätte keiner von uns gedacht, dass wir diese Zeit auch nur erwähnen. Allerdings überraschte uns das muntere und chaotische Treiben beim ISPO Aufbau und so erwarten euch in näherer Zukunft Artikel wie zum Beispiel „Sepp, Bärchen und der ISPO Aufbau“, in dem ihr erfahren werdet, wie man unter anderem mit einer Hebebühne Lowrider spielt und die Longboard Embassy entsteht.

Skaten auf dem Pumptrack und durch die ISPO Hallen waren aber nicht alles was wir vor dem Start taten, so planten wir unsere ISPO Tage vor und schlossen schon einige nette Bekanntschaften. Am Sonntag den 26. Januar 2014 öffneten sich dann offiziell die Messetore und die Massen strömten in die Hallen, denn es hieß: Business!

Sonntag – Let’s meet some Dudes!

Opiate Longboards

Ziemlich zu Beginn traf ich Hugo von Opiate Longboards. Wir haben die Spanier schon seit einer Weile im Auge und sind begeistert von dem ersten Eindruck. Nicht nur von den Jungs, denn die Bretter machen einen viel versprechenden Eindruck. Vor allem der Dancer hat es uns angetan und wer weiß, vielleicht findet ihr ihn ja schon bald in unserem Dancervergleich wieder.

Gleich nebenan auf der ISPO hockten die Jungs von Matilda Longboards. Man merkt ihnen wirklich an, dass sie sich viele gute Gedanken machen und versuchen ihre Arbeit sehr professionell aufzubauen. Ihr Image ist rund, die Homepage und das Auftreten passen super zu den Brettern, welche einen hochwertigen und sauber gearbeiteten ersten Eindruck machen – nur weiter so!

Die Downhill Maschinen sollten natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Ich schlenderte gemütlich zu TD Longboards, bei denen unser Autor Quirin Teamrider ist. Ein mit Angina erkälteter Quirin erklärte mir direkt und mit großem Verkäufertalent, was es neben den TD Velocity XT  noch geiles zu sehen gibt bei TD.

„Neu bei TD Longboards für 2014 ist unser Allround Brett, das Artist, in Drop through und Topmount. Hinter dem schönen Shape steckt auch viel Hirnschmalz und Know How – wie nun mal üblich bei TD. 😉  So hat das Artist einen einzigartigen 3D Bowlconcave – das ist eine Kombination aus Microdrop und Flares, diese erzeugen so diesen Schüsselconcave für deinen Fuss und das gibt dir richtig viel Fahrgefühl in jeder Situation, egal ob beim City Cruisen oder Standup Slides. Wie du bereits erwähnt hast, ist auch das Velocity XT neu – da steckt ganz viel Input von mir drin und da bin ich auch richtig stolz drauf, dass ich das mit Lennart so umsetzten konnte. Auch neu ist das Liberty Topmount, ein richtig geiler Freerider und klein und fein ist auch das neue Mini.“ – Qui

Natürlich sind wir um das Wohl unseres lieben Tirolers besorgt – und er auch! So ließ er sich in G-Form Pads & Triple 8 Stuff  hüllen und berichtet euch bald was er davon hält und ob es ihm danach noch gut geht – wir hoffen die Dinger taugen was.

Montag – was gibt’s Neues?

Hackbrett

Nach den ersten sonntäglichen Eindrücken und dem extrem, großen Auflauf bei der Longboard Embassy konnten wir am Montag die vielen Neuheiten in Ruhe begutachten. So hatte Landyachtz überarbeitete und neue Bretter im Quiver für 2014, sowie neue Rollen, die bereits in der letzten Saison von Landy-Teamrider bis zur Vergasung getestet wurden. Mit einer großen Plus 1 für lange, kontrollierte Slides befunden, werden die Rollen wohl für breites Grinsen in den Gesichtern Sorgen. Am Stand gegenüber wurden wir bei Hackbrett mit lecker Schwarzwälder und Schnappes verkostet. Die größte Neuerscheinung im kommenden Jahr – der große Umbau der Hackbrettschmiede!

Bastl BoardsBastl Boards bietet nun zusätzlich Hardware (Stoner Hardware) an, ihre Wooden Collection glänz mit einer neuen Grafik und zeigt die uns allseits bekannten three monkeys (hear no evil, see no evil and talk no evil). Weiter wurde auch ein neuer Proto präsentiert (Bolero). Und wer mal Zeit gefunden hatte, konnte noch einen weiteren Proto beim herum skaten durch die Halle entdecken. Teamrider Janko hatte eine Abwandlung des Discofoxes unter seinen Füßen. Man darf gespannt sein.

Gegenüber von Bastl fanden wir noch die Brettlbauer von Merge, welche an neuen Shapes basteln. Das Downhillbrett ist noch in Entwicklung, der Freerider schon bald am Markt. Und wie schon vor einer Zeit bei uns berichtet, präsentierte Edwin von Merge seinen neu entwickelten Skatehelm. Asphaltnomaden

Wirklich Interessant war für mich persönlich der asymmetrischer Dancer den Asphaltnomaden. Die Kicks weisen je eine längere Seite auf und sollen so, ob Goofy oder Regular, beispielsweise bei Manuals unterstützen. Ob es wirklich so dolle ist oder nicht, bleibt abzuwarten.

Boogie am Root StandRoot Longboards hat ebenso ihr Versprechen gehalten und ein paar Neuerungen präsentiert. Mit dem Witchcraft bringen die Jungs ein neues Downhillbrett auf den Markt. Das Infinito ist nun auch das erste Flex Deck bei Root für die Cruiser und Freizeitfahrer. Alex von Barenuckle präsentierte mit einem Gläschen Wein seine beiden neuen Bretter Lily und Wash. Diese sind die ersten Barenuckle Longboards mit einem neuen Kern aus Esche. Das Ziel von Alex ist die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen und setzt im kommenden Jahr vermehrt auf heimische Hölzer und wird den Bambus in Achsen lassen.

Nach Schnapps, Wein und Bier ließen die Kräfte schon deutlich nach, doch stand am Montagabend ja noch die große Longboard-Party von Loaded auf dem Programm. Eigentlich ein „Muss“ – aber wir hatten nicht mehr richtig Bock! Das Gute an der Entscheidung? Wir haben nichts verpasst. Laut unseren Printkollegen war die Musik scheiße, der Club,die Bar, was auch immer eben viel zu klein und manch einer durfte sich vor der Türe den Arsch abfrieren.

Dienstag – ISPO und die Augenringe

Napping Trotz Nichterscheinen auf der Party spazierte ich am Dienstag mit gewaltigen Augenringen durch die Hallen. War ich anfangs noch verwundert über zwei auffällige Koreanerin, so schwappte es schnell in Neugier um und ich stattete ihnen einen Besuch ab. Napping produziert Snowwear – auffällig, warm und in unseren Augen etwas verrückt – genau das worauf wir stehen. Aber was wir mit ihnen vorhaben, verraten wir euch noch nicht. Ihr werdet es dennnoch sicherlich mögen.

An der Embassy Bar erzählt mir Flo irgendetwas von sensationellem Kleber. Kleber! What the Fuck? Anfangs hatte es mich nicht wirklich von dem Hocker gefetzt, aber als er mich zum Stand führte und mir die Klebekraft demonstriert wurde, hab ich ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt. Ein Tropfen, keine Reste, keine verklebte Finger und das Zeug hält bombensicher. Warum wir den Kleber erwähnen? Er hat noch eine weitere, geniale Eigenschaft die wir nun ausgiebig testen – kaputte Kicks – wir sagen euch den Kampf an!

Natürlich ging auch bei Olson & Hekmati, wie man oben sieht, wieder so einiges und wir freuen uns zu sehen was sie 2014 alles für die Longboard Family bereit halten.

Als Flo und ich vom Kleberstand zurück zur Longboard Embassy kamen, quatschte Markus mit einer Truppe von Jungs. Vor ihnen fünf geil designte Bretter. Alternative Longboards aus Polen nutzen die lange Anreise aus Warschau zur ISPO, um auf ihre Bretter aufmerksam zu machen. Gelungen würde ich sagen, ließen sie mich doch zum Schluss unseres Gespräches vergebens mit einem Schlüssel probieren ihre Graphics auf den Bretter zu zerkratzen.Man darf gespannt sein, was man von Alternative Longboards noch hören wird. Beschlossene Sache ist auf jeden Fall mal, dass wir unsere Vorstellungsrubrik von national auf international ausweiten. Nicht nur Deutschland, denn Europa hat einiges zu bieten!

Mittwoch – der Ausklang

Bolzen und WalzenZum Ende der ISPO schaffte ich es dann auch endlich mal zu Heiko und er hatte mal wieder einiges im Ärmel, was die Longboard Herzen höher schlagen lässt. Ihr könnt euch auf Bolzen Slidegloves freuen und auf Walzen Longboard Wheels aus Europa! Heiko blieb bescheiden, schließlich hat er nicht das Rad neu erfunden, aber wir werden es nicht aus den Augen verlieren und euch Up to Date halten.

Soneart - Ivo und Markus

Die Embassy und die Bar lud nicht nur zum gemütliche Sitzen und Quatschen ein, nein, direkt neben der Bar an der 40Inch hingen schöne Sonnenbrillen. Lifestyle – klingt unspektakulär ist es aber nicht. Ivo und Markus von Soneart basteln ihre stylischen Sonnenbrillen nämlich aus alten Skateboards und nutzen dabei unteranderem sogar die Concave der Decks – wirklich nice.

Und auch die sanften Riesen  von Hamboards waren ein fester Bestandteil der Embassy und zauberte den Besuchern der Halle A2 immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht.

Ebenso die Snap Skateboards. Wirklich kuriose Teile, die mit Scharnieren zusammengehalten werden und die man einfach zusammenklappen kann. Sie scheinen sogar stabiler zu sein als sie aussehen, jedoch sind Sprünge weniger zu empfehlen. Ob die faltbaren Boards aber wirklich platzsparender und besser zu transportieren sind bleibt abzuwarten – vielleicht ohne Achsen für Flüge?

Longboard Embassy

Zu guter letzt – die Longboard Embassy powered by 40Inch, Concrete Wave und rolligebrettl.de. Die Bretter Wand war schon von weiten zu sehen und sah sogar noch besser aus als die über 5000 Wheels vom letzten Jahr. Der Abbau verlief zügig und es war bemerkenswert, wie schnell sich die Halle lichtete. So endete die ISPO auch für uns und wir freuten uns auf unsere Betten – bis zum nächsten Jahr München!

Björn ist 28 Jahre alt und hat Musik- und Medienmanagement, sowie Journalism and Visual Media studiert. Er kam vor Jahren zwecks Studiums aus Oldenburg nach Berlin, studierte zwischendrin ein Jahr in Dublin und kam seither nicht mehr von der Hauptstadt los. Vom Skaten und Snowboarden angetrieben, entwickelte sich schnell eine Leidenschaft zum Longboarden und die Idee zu rolligebrettl nahm Gestalt an und ging im Sommer 2012 online.

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