ISPO MUNICH 2013

Es war ISPO Time und für all diejenigen, welche es nicht nach München schafften, hier nun ein kleiner Bericht über die ISPO MUNICH 2013.

Die ISPO MUNICH 2013 geht nach ein paar aufregenden Tagen zu Ende. Mehr als 81.000 Besucher, aus 109 Ländern ließen sich von den über 2.400 Ausstellern die neusten Trends aus den Bereichen Outdoor, Ski, Action und Performance Sports präsentieren. Im Gegensatz zu der ISPO MUNICH 2012 sind das ca. 4 Prozent mehr, wovon laut ISPO rund 66 Prozent der Fachbesucher aus dem Ausland kamen.

Die ISPO MUNICH konnte aber auch weitere Zuwächse verzeichnen, die Nettofläche wurde beispielsweise von 430 Quadratmetern auf 103.220 Quadratmetern gesteigert und stellte damit sogar einen neuen Rekord auf, was auch wiederum ihre Rolle, in der Sportbranche, als international führende Plattform bekräftigte.

Einen Tag vor der Messe ging es gemeinsam mit Franky und Peter vom Funky Summer und Ishka von der Longboard Girls Crew aus Berlin nach München. Wir trafen uns alle mehr oder wenig pünktlich vor dem Shop, bekamen das Taxi, sowie den Zug und los ging es. In München angekommen, teilt wir uns auf zu unseren Schlafplätzen und sehnten den nächsten Tag entgegen.

Vielleicht hätte ich Morgen schreiben sollen, denn schließlich fand ich mich morgens schon im Besucherandrang der ISPO wieder. Nach einer Runde durch die Hallen suchte ich die Longboard Embassy auf. Dieses Unterfangen war trotz Karte und App, jedoch ein schwieriges Unterfangen in dem Getümmel. Als meine Suche endete, stand ich dann auch direkt vor der Rollenwand der 40Inch – 5000 Rollen hingen dort, fein montiert und machten klar – hier ist die Longboard Embassy! Von da an startete ein tolles Gespräch nachdem anderem. Die Embassy bat eine tolle Chill-Out Area, mit guter Musik, tollen Videos, Bier und Cocktails. Auf den Liegen ließ es sich immer wieder gut verschnaufen, nur um sich wieder auf zu machen, um auch nichts zu verpassen. Als ich Alex fragte was sie, 40Inch, mit der Rollenwand aussagen wollen, entgegnete er mir: „Um jeden Longboarder oder nicht Longboarder, darauf aufmerksam zu machen, dass es hier was geiles zu sehen gibt!“

Alex von der 40Inch stellte mich dann ziemlich schnell Jogi (Joachim März) von Pogo vor und vermittelte mir gleich ein super Interview, auf das ihr euch noch freuen könnt. Jogi konnte natürlich einiges erzählen, schließlich war er bei den Anfängen mit dabei und prägte nicht nur die Longboard Szene nachhaltig, sondern auch die Snowboardszene in Europa. Ständig kreuzte wer auf, um ihn zu begrüßen und ein, zwei Sätze mit ihm zu wechseln. Im gleichen Gang schwirrten aber auch noch andere bekannte und interessante Gesichter rum. Vor der Longboard Embassy bauten sich drei exakt so breite Gänge auf, in der viele kleine bekannte und noch unbekanntere Brands sich auf kleiner, gemütlicher Fläche präsentierten. Drumherum in der Halle, sowie in den anderen waren natürlich noch diverse andere, wie beispielsweise Sector9, Lush Longboards oder Landyachtz.

Aber kommen wir zurück zu der kleinen familiären Atmosphäre in den drei kleinen Gängen. Ein paar Meter von Jogi gab es nämlich Pfeffi und Sterni bei Bastl Boards. Natürlich war das nicht das einzig interessante von den Jungs aus Leipzig, sie hatten ihre komplette überarbeitete Collection dabei und hatten auch einiges zu erzählen, ihr könnt euch nämlich auch noch auf neue Shapes bei den Jungs freuen. Ebenfalls hatten sie wieder ein sehr interessantes Griptape im Gepäck, welches auch noch genauer unter die Lupe genommen wird. Im März stellen die Jungs ihre neue Artist Collection vor, welche alleine schon wegen den neuen Sidewalls ein genauerer Blick wert ist. Im gleichen Gang gab es natürlich noch ein paar andere interessante, aber ich zog vorerst weiter, um mal einen kleinen Tapetenwechsel zu kriegen.

Auf meiner Pilgerreise entdeckte ich dann auch Brands aus ganz anderen Winkeln der Welt und um ein Beispiel zu nennen fand ich einen Mix aus Freeline Skates und Snowboard, beziehungsweise Freeline Skates für den Winter. Letzten Endes hat man unter jedem Fuß ein „Mini-Snowboard“ und macht damit die Berge unsicher und das ganze läuft unter dem Namen Twinboards. Ich gelangte dann nicht wenig später zu Manual Boards und hatte auch dort einen angenehmen Plausch. Zu Urban Beach verirrte ich mich auch kurz, hüpfe auf ein paar Brettern rum, sammelte Material ein und irrte weiter.

So neigte sich irgendwann der Tag dem Ende entgegen und es ging zur Schlafstätte, in der die ersten Eindrücke sacken konnten und die Münchener Couchsurfing Connection mit Gastfreundschaftlichkeit glänzte.

Neuer Tag, neues Glück und zu wenig schlaf. Auf der ISPO MUNICH 2013 erneut angekommen ging die Reise durch die Hallen weiter. Die 40Inch punktete wieder mit tollem Support und bat an der Bar super Laufkundschaft und so traf ich auch auf Cami Best von Bustin Longboards. Besser gesagt so rollte sie an mir vorbei und ich hinterher. Ergebnis war ein weiteres tolles Gespräch und höchst interessantes Interview auf das ihr euch freuen könnt. Der Tag war aber noch lange nicht zu Ende und so ging es weiter und wie nicht anders zu erwarten, traf ich Maui von Sector9.  Es wurde sich ausgetauscht, ein paar Ideen in den Raum geworfen, weitere Kontakte geknüpft, ein gelabeltes Sector9 Bier gegriffen und weiter gezogen. Als ich durch die Gänge schlenderte lief mir auf einmal ein sehr bekanntes Gesicht über den Weg, aber sicher war ich mir nicht. So zückte ich mein Handy, schaute etwas im Web umher, stalkte währenddessen mein Ziel einige Minuten hinter, bis ich mir sicher war – Eiki Helgason!

Ich holte ihn ein, sprach ihn an und bekam ein tolles kleines Interview mit einem geilem Snowboarder der die Welt gemeinsam mit seinem Bruder einmal umdreht und sowie die Info, dass es seinen Bruder nachdem Crash gut geht und es viel schlimmer aussah, als es eigentlich war. Im Anschluss zeigte er mir sein neues Board, welches wirklich mal was neues ist, denn man kann sich Nose und Tail selber zuschneiden! Die Form die er sich hinein geschnitten hat, sah aus wie Devil Horns. Ein wirklich beeindruckend lässiger Typ, hat wirklich Spaß gemacht, aber über ihn und sein Brett gibt es später noch mehr.


Bei einen meinen Runden blieb ich dann bei Root Longboards stehen und musste mich einfach mit den Boards anfreunden, wirklich sehr schön. Wie Alex mir erzählte, gab es einige Erneuerungen an den bisherigen Brettern, sowie auch neue Bretter im Sortiment. Quinboards aus Köln bekam ich auch zum ersten Mal zu Gesicht und freute mich zu hören, dass die Jungs nachhaltig planen. So zog ich auch hier nach weiter meine Runden, genoss die Atmosphäre der ISPO und ließ mich von einem Zivi Bullen filzen. Die Messe bestach in den für uns interessanten Hallen durch gute Laune, eifriger Austausch neuer Ideen und Vorhaben, sowie einem gewissen Grundpegel. Überall sah man wen durch die Gegend rollen, mal mit Longboard, mal Skateboard, leider auch CityRoller und anderen kuriosen rollartigen Gefährten.
Von Tag zu Tag nahm das Geskate auch zu und so wurde mehr und mehr rumprobiert in den Gängen, was immer für einen gewissen Unterhaltungswert sorgte. Auch die Red Bull Girls wurden auf Brettern gestellt und nach einigen Anlaufschwierigkeiten sind sie sogar tatsächlich zusammen vier, fünf Meter gerollt.

Da es Montag war, war auch Release der neuen 40Inch Ausgabe, welche eifrig verteilt wurde und auch netterweise von Marie vorgestellt wurde. Dann drückte Alex von der 40Inch mir auf einmal eine Nummer in die Hand – Fee stand darauf. Solle ich Anrufen zwecks Interview, gesagt getan, getroffen. So konnte ich mich nun über ein weiteres, sehr tolles Gespräch freuen mit der Dame, welche hinter dem ersten Women’s Longboard Camp steckt. Eine Frau mit einer tollen Geschichte und bomben Ideen, von der Mann und vor allem Frau, neben weiteren Camps, noch viel erwarten darf.

Der dritte Tag war dann geprägt von Augenringen und die Gier der Anwesenden nach Koffein oder dem Konter Bier. Der Pfeffi von Bastl zog natürlich auch noch die Leute an, man bildete sich halt ein: Schmeckt wie Mundwasser – wirkt wie Mundwasser.

Dann zog es mich zu Heiko von Season Distribution , sowie vom Concrete Wave Shop und wir schnackten über den Brigitte Artikel, dass nun im Shop Kaffee getrunken werden kann, bzw. das ein sozusagen Café integriert wurde, welches ihr auch im Video sehen könnt und was ihr noch 2013 erwarten könnt. Lush Longboards hat über die Zeit natürlich auch was getan und so zum Beispiel das Symbian optimiert. Die Wheelbase hat sich verkleinert und es ist als drop through sowie top mount Board erhätlich.

Rolligebrettl schaut natürlich sehr gerne hinter den Kulissen und so gibt es auch bald ein wirklich aufschlussreiches Interview mit Stefan Gerkens, dem Head of MDCN Distribution, darüber was überhaupt die Aufgaben von Distributoren sind, warum Shops auf ihre Ware ab und an länger warten müssen und um MDCN direkt. Schließlich fanden auch Oli und ich Zeit uns etwas zu unterhalten, was es bei Olson & Hekmati neues gibt. Neben den Fullshape-Dancer und einem Pintail als Erweiterung in der Manufaktur-Reihe, wurde auch das Rollen Sortiment erweitert. Die Cruiser/Downhill Rolle haben wir euch bereits vorgestellt, hinzu kamen nun eine rassigere Downhill Rolle und zwei Gegenmodelle, welche härter und slidefreudiger sind. Wirklich interessant war auch die Nachricht das O&H sich nun an Longboard Kleidung ran macht. Keine Sorge, die Jungs machen kein Hipster Scheiß, sondern funktionelle Latzhosen, welche sich an die Bedürfnisse eines jeden Longboarders orientiert. Des Weiteren kommen noch Slidegloves hinzu.

Die ISPO MUNICH geht natürlich nicht ewig und so ging es in der Nacht zum letzten Tag wieder zurück nach Berlin, mit vielen neuen Impressionen, sowie Interviews und einem gewaltigen Schlafmangel, welcher sich aber auszahlte. Eine tolle Messe und eine tolle Zeit, bis zum nächsten Jahr.

 

Die ISPO MUNICH 2014 findet vom 26. bis 29 Januar statt.

Von: Björn Trakowsky

Björn ist 28 Jahre alt und hat Musik- und Medienmanagement, sowie Journalism and Visual Media studiert. Er kam vor Jahren zwecks Studiums aus Oldenburg nach Berlin, studierte zwischendrin ein Jahr in Dublin und kam seither nicht mehr von der Hauptstadt los. Vom Skaten und Snowboarden angetrieben, entwickelte sich schnell eine Leidenschaft zum Longboarden und die Idee zu rolligebrettl nahm Gestalt an und ging im Sommer 2012 online.

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