LoRaLo 2014 – oder auch das DLL-Finale

„Alles hat ein Ende, nur … bla bla“, das will doch keiner mehr hören! Aber wir müssen leider hören, besser gesagt lesen, dass das LoRaLo 2014 ein Ende hat. Dieses Ende kam etwas früher als geplant am Sonntag Vormittag, nach dem am Vortag das DLL-Finale und der das Rennen um den Österreichische Downhill Skateboard Meister ausgetragen wurde. Das für Sonntag geplante Downhill Bonanza konnte nicht stattfinden, da die Strecke nicht befahrbar war.

LoRaLo – mehr Skaten geht nicht

LoRaLo_2014_BT_IMG_1766Aber rollen wir das letzte Rennen der Downhill Longboard Liga (DLL) vom Beginn an auf. Mittwoch war der erste Anreise Tag. Diesen nutze bereits der Großteil der gut 70-80 am LoRaLo 2014 registrierten Skater. Zurecht, denn die Minirampe im Partyzelt stand bereits und fand großen Andrang bei den ersten Gästen. Skaten am Anreisetag – einfach gut!

Am Donnerstag Morgen füllte sich das Starterfeld schön langsam. Nach einem ordentlichen Eierspeiß-Frühstrück vom lokalen „Hendlbauer“ (direkt an der Strecke gackern die Hühner) startete etwa um 10.30 Uhr der Freeride. Inklusive einer einstündigen Mittagspause konnte am ersten Tag jeder gut um die 15 Runs skaten.

Skate All – Skateboard Slopestyle

LoRaLo_2014_SlopestyleFreitag stand das Race-to-Qualify am Timetable, Freerides inklusive. Da für das 64-Bracket nicht genug Fahrer an den Start gingen, konnte sich jeder Skater qualifizieren. Ein paar Favoriten auf den LoRaLo-Sieg 2014 kristallisierten sich bereits heraus – Raab, Gladow, Ilmer, Nührig, und die lokalen Skater Gritzner und Wagner waren die heißesten Anwärter auf den ersten Platz. Bevor das Rennen am Samstag startete, wurde Freitag Abends bereits der erste Contest ausgetragen. Im Slopestyle und Slidecontest konnten sowohl Streetskater und Longboarder zeigen, was sie mit dem Brett alles anstellen können. Die Mischung aus den beiden Styles war großartig und die Stimmung beim Skaten unter Flutlicht war genial. Chris aus Ravensburg konnte sich in der Kategorie „Best Slide“ durchsetzen, „All-Terrain-Ripper“ Nico gewann mit seiner Mischung aus Slide und Slopestyle die Kategorie „Best Kombi“ und der lokale Streetskater Samu aus Graz sicherte sich mit seiner unglaublichen Airtime und einem superstylischen Benihana den ersten Platz für „Best Trick“!

the Race is on!

Buttboard beim LoRaLo – © Markus KnoblechnerDas Samstagswetter zeigte sich, wie auch an den Vortagen, von seiner besten Seite. Der Raceday begann mit gemütlichen Warm-Up und dem Buttboard-Race. Gestartet wurde das Qualifying nach dem legendären „Le-Mans-Start“, bei dem alle Teilnehmer zu ihren Brettern laufen mussten, um ins Rennen gehen zu können. Sieger wurde Gerrit Geiger, vor Mögele aka Coach Hias, Jürgen Gritzner und Nico Nührig. Im Anschluss an das Buttboardrennen, folgten die Juniors. Pan Diemer, der in der Open Class ebenfalls stark unterwegs war, gewann vor Pedro Dederer und Julian Marksteiner. Zwischen den beiden kämpfen die Ladies um den Einzug ins Finale. Lokalmatadorin Dana Schitter konnte sich mit einem schönen Überholmanöver nach der S-Schikane den ersten Platz sichern und verwies Tina Zobel auf Platz zwei. Dritte wurde Sabine Schneider vor Jenny Schauerte.

Damenfinale! Dana Schitter kurz vorm Überholen von Tina Zobel – © Markus KnoblechnerAm Nachmittag startete die Open Class und einem 64-Bracket. Dabei kam es zu keinen größeren Überraschungen. Im Semi-Finale Heat 1 standen mit Gritzner, Gladow und Wagner gleich drei Favoriten, Geiger machte die Runde komplett. Im zweiten Heat mit Ilmer, Raab und Nührig deren anderen drei, Mahlert komplettierte das Race um den Finaleinzug. Keine Überraschung gab es im ersten Semifinale. Gritzner und Gladow setzten sich durch. Der Kampf um die beiden verbleibenden Finalplätze war im zweiten Semifinalheat ebenfalls sehr groß und durch einen Crash mussten die beiden favorisierten Raab und Nührig früh raus. Das Finale komplettierten somit Ilmer und Mahlert.

Dieses brachte einen Start-Ziel-Sieg. Der starke Pusher Quirin Ilmer setzte sich vom Start weg mit Position Eins ab, Gritzner, Gladow und Mahlert im Schlepptau. Der an Position zwei liegende Gritzner erhöhte den Druck auf den Führenden, kam bei seiner Attacke aber nicht an den geschickt verteidigenden Ilmer vorbei und musste mit einem kleinen Fehler sogar seine Position abgeben. Immer noch in Führung liegend, donnerte Ilmer in die S-Schikane, dicht gefolgt von Gladow, Mahlert und Gritzner. Der routinierte Ilmer brachte seine Führung über die Ziellinie und ließ Gladow ebenfalls keine Chance mehr zum Überholen. Mahlert büßte seine Attacke auf einen besseren Platz ein und rutschte ins Heu. Gritzner konnte somit noch einen Platz gut machen und landete auf dem Siegertreppchen. Im Consi-Final setzte sich Raab vor Nührig, Wagner und Geiger durch.

neuer österreichischer Meister

Quirin Ilmer krönt sich zum österreichischen Downhill Skateboard Champ– © Markus KnoblechnerQuirin Ilmer löste mit seinem Sieg, den amtierenden österreichischen Downhill Skateboard Meister Nührig ab und konnte ebenfalls noch Plätze bei der DLL-Gesamtwertung gut machen. Den Gesamtsieg der Downhill Longboard Liga holte sich der bei diesem Rennen nicht anwesende Sebastian Hertler. Für den Gesamtsieg werden die besten Fünf der insgesamt Sechs Ligarennen gewertet, somit hatte Hertler den Sieg schon vor LoRaLo in der Tasche (Anm.: Entschuldigung für die Falschmeldung beim Vorbericht!)

Downhill Bonanza

Das tolle Rennen wurde am Abend ausgiebig mit einem Miniramp Contest bis tief in die Morgenstunden gefeiert. Der Fehderhandschuh klatschte für die am Sonntag geplante Downhill Bonanza ebenfalls ordentlich in die Gesichter der Skater. Doch leider machte das tolle Wetter dem Downhill Bonanza einen Strich durch die Rechnung. Die lokalen Kürbisbauern mussten ihre Ernte einholen beziehungsweise die Kürbis stampfen, bevor die nächste Schlechtwetterfront die Ernte zerstören würde. Eine Selbstverständlichkeit für die Veranstalter, hier auf die Bonanza zu verzichten, denn nur durch die Zusammenarbeit mit den lokalen Bauern ist so ein geniales Skateboardfestival wie das LoRaLo 2014 möglich. Doch die Downhill Bonanza ist noch lange nicht Geschichte, ihre Zeit wird kommen und jedermann freut sich bereits auf die nächste Longboard Rally Lödersdorf!

Downhill Platzierungen im Überblick:

Open:

1. Ilmer (österreichischer Meister), 2. Gladow, 3. Gritzner, 4. Mahlert

Damen:

1. Schitter (österreichische Meisterin), 2. Zobel, 3. Schneider, 4. Scheuerte

Juniors:

1. Diemer, 2. Dederer, 3. Marksteiner

Buttboard:

1. Geiger, 2. Mögele, 3. Gritzner, 4. Nührig

Podium Open– © Markus KnoblechnerLoRaLo_2014_Podium DamenLoRaLo_2014_Podium Juniors

Markus Knoblechner

Er fotgrafiert, er schreibt, er skatet - am liebsten verbindet er alles miteinander. Die Rede ist von Markus Knoblechner, 26 Jahre und aus Salzburg, Sportjournalist Student, seit 2011 am Rollbrett unterwegs und seit 2013 sucht er den Kick beim Freeriden und Downhill. Neben rolligebrettl arbeitet und bastelt er an seinem eigenen Salzburger Longboard Blog und widmet seiner Zeit der Aktionsportfotographie. Ein cooler Typ, der vor Motivation nur so sprüht, wir freuen uns daher Markus mit an Board zu haben.

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