Test Graveyard Sepulcretum

In Ravensburg werden nicht nur Puzzles produziert. Warum denn auch? Von denen gibt es eh schon genug. Was es aber noch nicht gibt, sind genug Longboards. Und genau das haben sich die Jungs von Graveyard Longboards auch gedacht und produzieren Longboards mit dem Schwerpunkt auf Downhill und Freeride Bretter. Die junge Boardschmiede hat uns das SEPULCRETUM zu kommen lassen und wir hatten das Vergnügen, den Ravensburger „Friedhof“ kennen zu lernen. 

Hard Facts

Der Shape vom Sepulcretum

Der Shape vom Sepulcretum

Das Graveyard Sepulcretum ist das Freerideboard aus dem Hause der Graveyard Jungs. Mit dem Aufbau-Mix aus Esche, Ahorn und Glasfaser bringt das Sepulcretum 2,3 kg auf die Waage. Über eine Länge von 97 cm zieht sich ein starkes Concave durch. Ich bezeichne es jetzt mal als „eckiges“ Concave, da der Übergang aus der flachen Brettmitte in das Concave sehr krass über einen Knick eingeleitet wird und dann auch gerade raus läuft. Chris von Graveyard würde wahrscheinlich auch „radikal“ dazu sagen! Man sieht es am Bild. Im vorderen Teil ist das Brett mit 24,7 cm breit, nimmt aber nach hinten schön harmonisch ab. Das Sepulcretum wurde zusätzlich für die Verwendung im Freeride und Downhill mit einem leichten Rocker von 1,0 cm versehen. Leichte Wheelwellflares sorgen dafür, das die Rollen ausreichend Platz haben und man von Wheelbites verschont bleibt. Abgerundet wird der Shape des Sepulcretum mit einem Kicktail , welches das Brett auch zum Go-To Brett für die Stadt macht. Quasi, „one board for every mission„! Preislich liegt das „handmade in Germany“ Brett Sepulcretum bei ca. 200 € unverbindlicher Preisempfehlung.

Datenblatt

Länge: 97 cm / 38.19 Inch

Breite: 24,7 cm / 9.72 Inch

Wheelbase: 62,5 – 68,5 cm / 24.61 – 26.97 Inch

Concave: 1,5 cm / 0.59 Inch

Rocker: 1,0 cm / 0.39 Inch

Das Sepulcretum im Test

Also wenn schon Freerideboard, dann gleich mal ab auf den Berg. Also hab ich mein Setup (Caliber Trucks und Hawgs Wheels) aufgeschraubt und bin gleich mal die Longboard-Saison mit dem Sepulcretum einläuten gegangen. Zuallererst einmal etwas zögerlich einfahren und mal wieder mit der Materie vertraut werden. Mittlere Geschwindigkeit (ca. 50km/H), da mal ein paar Stand-Up Checks, dann mal wieder bisschen die Hand runternehmen. Das Einfahren verlief sehr gut und ich hatte ein gutes Gefühl am Brett.

ersten Frühlingsausflüge am Sepulcretum

ersten Frühlingsausflüge am Sepulcretum

In weiterer Folge hab ich es dann krachen lassen, auf einem meiner Lieblingsspots bei uns hier in der Umgebung. 5 schöne, weite Kurven verteilt auf gute 1,5 km mit durchschnittlichen 8 % Gefälle liegen also vor mir – Top Speed ist bei ca. 80 km/H. Ein gutes Gefühl. Das Brett, mit seinem Gewicht liegt wie ein Straßenschiff auf der Straße und ich hab gerade mit meinem hinteren Fuß schnell meine Position beim „bomben“ gefunden. Der vordere Fuß wird durch einen kleinen Footstop unterstützt. Das Konkave zeigt meinen Füßen ebenfalls sehr gut, wo ich mich gerade befinde.

Zu guter Letzt ging’s dann noch ab zum Lieblingsslidespot. Viel ist hier bei nicht zu sagen, seht’s euch einfach selbst an. Die Slides sitzen und die Inside-Line hab ich auch gut erwischt.

Hier auch ein Danke an Blue Tomato für die Unterstützung.

Fazit Graveyard Sepulcretum

Toeside Standy sitz

Toeside Standy sitz

Zuerst einmal musste ich mich an das etwas neuartige Konkave gewöhnen, da ich bisher eher radiale Konkaves unter den Füßen hatte. Mit Fortdauer fühlte sich das Ganze aber schon sehr, sehr gut an und ich konnte meine Kraft und Bewegungen sehr gut einleiten.
Für meine durchschnittlichen Latschern ist das Brett meiner Meinung nach gerade im vorderen Bereich etwas breit. Hat auch etwas mit Gewöhnung zu tun, ich denke aber, dass es den ticken hätte schmäler ausfallen können. Für richtig schnelles Fahren, stört es mich weiter nicht, wenn das Brett 2,3 kg schwere Brett etwas mehr Gewicht mitbringt. Aufpassen muss man bei schweren Brettern nur, dass diese nicht auch noch träge werden. Das ist beim Graveyard Sepulcretum auf jeden Fall gelungen. Träge fühlt sich „der Friedhof“ nicht an, eher lebendig, wenn man den guten alten Ollie aus der Trickkiste packt und noch ein wenig über Gehsteigkanten hüpft. Für diese und ähnliche Spielereien können die Jungs, nach dem ersten Jahr auf dem Markt, bestimmt noch etwas an Gewicht bei der Konstruktion einsparen und dann lässt sich das Sepulcretum auch noch etwas leichter ziehen. Und ganz nebenbei bemerkt, verleiht die relativ schlicht gehaltene Grafik auf Schwarz dem Brett von Graveyard das Prädikat „Skate Metal Punks“!
Alles in Allem finde ich, ist der Freerider von Graveyard genau das was er verspricht, nämlich ein Brett für jede Mission!

 

Markus Knoblechner

Er fotgrafiert, er schreibt, er skatet - am liebsten verbindet er alles miteinander. Die Rede ist von Markus Knoblechner, 26 Jahre und aus Salzburg, Sportjournalist Student, seit 2011 am Rollbrett unterwegs und seit 2013 sucht er den Kick beim Freeriden und Downhill. Neben rolligebrettl arbeitet und bastelt er an seinem eigenen Salzburger Longboard Blog und widmet seiner Zeit der Aktionsportfotographie. Ein cooler Typ, der vor Motivation nur so sprüht, wir freuen uns daher Markus mit an Board zu haben.

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